Wer plötzlich mit einem solchen Einsatz konfrontiert wird, sollte vor allem eines tun: Ruhe bewahren. Hände sichtbar halten, klare Anweisungen befolgen und auf Diskussionen verzichten. Spontane Erklärungsversuche oder Rechtfertigungen helfen in dieser Phase nicht weiter und können die Lage unnötig verkomplizieren.
Nach der Identitätsfeststellung gilt es, die eigenen Rechte zu kennen. Dazu gehört insbesondere das Recht zu schweigen. Freiwillige Einwilligungen – etwa zu Durchsuchungen oder zur Herausgabe von Daten – sollten nicht vorschnell erteilt werden, wenn die rechtlichen Folgen unklar sind. Ein sachlicher Widerspruch kann im Protokoll vermerkt werden, ohne den Einsatz zu behindern.
Wichtig ist zudem die Dokumentation der Folgen: Schäden an Türen oder Inventar, mögliche Verletzungen sowie Zeugenaussagen sollten festgehalten werden. Auch digitale Spuren, etwa Nachrichten, Mails oder Log-Daten, die auf einen möglichen Täter hindeuten, sollten gesichert werden.