Das Schwurgericht in Lüneburg hat zwei Männer zu hohen Haftstrafen verurteilt, die über Monate hinweg gezielt lebensgefährliche Angriffe auf den Straßenverkehr verübten. Die Angeklagten warfen Betonplatten, Bauteile und sogar einen Baumstamm von Autobahnbrücken auf Fahrzeuge – unter anderem auf der A1 in Niedersachsen sowie auf Autobahnen in Thüringen und Bayern.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Taten aus niedrigen Beweggründen und mit dem Mordmerkmal der Heimtücke begangen wurden. Beide Männer handelten gezielt und nahmen den Tod unbeteiligter Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf. Entsprechend wurden sie wegen versuchten Mordes zu elf bzw. zwölf Jahren Haft verurteilt – sogar über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus.
Besonders erschütternd: Die Täter arbeiteten als Sanitäter und provozierten die Unfälle offenbar, um anschließend selbst als Helfer aufzutreten. Bei einem Einsatz gab sich einer der Angeklagten sogar als Notarzt aus. Insgesamt wurden 22 Fahrzeuge beschädigt, mehrere Menschen leicht verletzt – Todesopfer gab es nur durch Glück nicht.
Die Verteidigung kündigte Revision an. Der Fall zeigt jedoch eindrücklich, wie konsequent die Justiz bei schweren Eingriffen in den Straßenverkehr vorgeht.
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