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Tatortreiniger: Was passiert nach einem Verbrechen?

Fachbeitrag im Strafrecht

Tatortreiniger: Was passiert nach einem Verbrechen?

Wer an ein Verbrechen denkt, hat meist Polizei, Spurensicherung und Strafverteidiger vor Augen. Doch was passiert nachdem die Ermittlungen am Tatort abgeschlossen sind? Wenn die Leiche abtransportiert, Spuren gesichert und die strafrechtlichen Weichen gestellt sind?
Dann beginnt die Arbeit einer Berufsgruppe, die kaum sichtbar ist, aber eine entscheidende Rolle spielt: die Tatortreiniger.

Wann kommen Tatortreiniger zum Einsatz?

Tatortreiniger werden immer dann beauftragt, wenn ein Ort nach

  • einem Gewaltverbrechen,
  • einem Suizid oder
  • einem sonstigen nicht natürlichen Todesfall

professionell gereinigt und dekontaminiert werden muss. Ihre Tätigkeit geht weit über gewöhnliche Reinigungsarbeiten hinaus. Es geht um die Beseitigung von Blut, Gewebe, Körperflüssigkeiten und anderen biologischen Rückständen, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen können.

Gerade bei lange unentdeckten Todesfällen oder schweren Gewaltdelikten sind die Zustände vor Ort oft extrem belastend – physisch wie psychisch.

Erst nach Freigabe durch die Polizei

Ein Tatortreiniger darf erst tätig werden, wenn der Tatort offiziell freigegeben wurde. Vorher gilt ein striktes Betretungs- und Veränderungsverbot, um die Arbeit der Spurensicherung nicht zu gefährden.
Sind die kriminaltechnischen Untersuchungen abgeschlossen, beginnt die Phase der professionellen Reinigung und Desinfektion.

Diese Arbeit ist nicht spektakulär, aber fordernd. Viele Tatortreiniger berichten von Eindrücken, die sie über Jahre begleiten. Dennoch ist ihre Tätigkeit unverzichtbar: Sie stellt die Bewohnbarkeit von Räumen wieder her und entlastet Angehörige in einer Ausnahmesituation.

Bedeutung im strafrechtlichen Kontext

Auch strafrechtlich markiert der Einsatz eines Tatortreinigers einen wichtigen Punkt:
Er zeigt, dass die Ermittlungen an diesem Ort abgeschlossen sind. Für die Strafverteidigung beginnt nun häufig die intensive Phase der Akteneinsicht und Beweismittelauswertung.

Die Zustände, die Tatortreiniger vorfinden, sind zuvor vollständig dokumentiert worden – durch Fotos, Gutachten und Spurensicherungsberichte. Diese Dokumentation kann später eine zentrale Rolle spielen, etwa:

  • bei der Rekonstruktion des Tatgeschehens,
  • bei der Bewertung von Verletzungsbildern,
  • oder bei der Überprüfung von Ermittlungsannahmen.

Damit besteht ein indirekter, aber relevanter Zusammenhang zwischen Tatortreinigung und strafrechtlicher Beweisführung.

Übergang vom Tatort zur juristischen Aufarbeitung

So belastend ihre Arbeit auch wirken mag: Tatortreiniger sind ein unverzichtbarer Teil der Aufarbeitung schwerer Straftaten.
Sie markieren den Übergang vom Tatgeschehen zur juristischen Bewertung. Der Tatort wird gereinigt – die rechtliche Auseinandersetzung beginnt.

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